Meine ersten Kinder haben damals das Fußballspielen für sich entdeckt.
In dem begrenzten Raum ging das natürlich nicht mit richtigen Bällen. Ich musste leider sehr oft "Nein" sagen, wenn die Buben ihre Bälle von zuhause mitnahmen, oder den Ball vom Schulhofdepot holen wollten.
Einige der Burschen hatten da echt eine Power im Fuß! Die Pflanzen und ganz besonders die Mitschüler wären bei dem Speed in Gefahr gewesen.
Ein pfiffiges Kerlchen hat dann einfach eine Packung Papiertaschentücher zum Spielen hergenommen. Und dagegen konnte ich dann auch nichts mehr sagen. ;)
Das Problem war nur, dass die Taschentücher nachher überall waren, nur nicht mehr im Päckchen. *lach*
Und so füllte ich eines der Päckchen mit Füllwatte und habe es mit Paketband umwickelt.
Das war dann so etwas Ähnliches wie ein "Fetzenlaberl". Und mit dem ging es dann täglich ab! Holla die Waldfee! Aber Spaß hat es gemacht! Und sie konnten gar nicht genug davon bekommen.
Diese Burschen verließen dann die Volksschule, und plötzlich wurden die Seile interessant.
Jeden Morgen sind zwei bis sechs Kinder gleichzeitig durch den Gang gehüpft. Sogar die Buben haben es lernen wollen und sind inzwischen super "Rope-Skipper"
Dieser Hit hält sich - erstaunlicherweise - schon das vierte Jahr.
Jetzt ist in die erste Klasse ein kleiner Bursche eingeschult worden, der hat mit den Seilen wieder neue Ideen. Eine davon ist, dass er sich das Seil um Hand und Handgelenk wickelt, und dann auf den Boden haut.
Das macht er mit so einer Kraft, dass es richtig schnalzt.
Dieses Foto lässt seinen Elan erahnen. ;)
Der kleine Bursche ist der ideale Kandidat für die Aperschnalzer. ;)
Wenn ich dieses Jahr vor den Weihnachtsferien daran denke, werde ich ihm raten, am 1. Jänner zum Linzer Landhaus zu fahren.
Er kann dort ja gleich seine Bewerbung abgeben. *gg*

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